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Bundesnetzagentur legt Trassenkorridor für Abschnitt der Stromleitung Pulgar – Vieselbach fest

Ausgabejahr 2019
Erscheinungsdatum 26.07.2019

Die Bundesnetzagentur hat für einen weiteren Abschnitt der Stromleitung Pulgar - Vieselbach die Bundesfachplanung abgeschlossen. Die Entscheidung bezieht sich auf das rund 42 km lange Teilstück zwischen Geußnitz in Sachsen-Anhalt und Bad Sulza in Thüringen.

Bündelung mit bestehender Leitung

Der festgelegte Trassenkorridor orientiert sich im Wesentlichen an einer bereits bestehenden Leitung. Teilweise können auch die vorhandenen Masten weiter genutzt werden, sodass nur Leiterseile ausgetauscht werden müssen. Zudem kommen stellenweise Einebenenmasten in Betracht, um Auswirkungen auf Mensch und Umwelt so gering wie möglich gehalten.

Raum- und Umweltverträglichkeit gegeben

Die Bundesnetzagentur hatte zu Beginn des Verfahrens eine öffentliche Antragskonferenz in Apolda durchgeführt und dabei Hinweise von Behörden, Vereinigungen sowie Bürgerinnen und Bürgern zu den erforderlichen Untersuchungen gesammelt.

Auf dieser Grundlage führte der Übertragungsnetzbetreiber umfangreiche Prüfungen zur Raum- und Umweltverträglichkeit durch. Dabei wurden auch alternative Trassenkorridore in den Blick genommen. Die Raum- und Umweltverträglichkeit des Trassenkorridors ist nach Auswertung aller eingereichten Unterlagen gegeben.

Umfassende Beteiligung der Öffentlichkeit

In der ersten Jahreshälfte 2019 hatten Behörden und Öffentlichkeit erneut Gelegenheit, sich zu den Untersuchungsergebnissen des Vorhabenträgers zu äußern. Hierzu fand im Mai 2019 ein Erörterungstermin in Jena statt.

Nächster Schritt: Planfeststellungsverfahren

Mit Abschluss dieser Bundesfachplanung ist der Planungsprozess noch nicht beendet. Die Bundesnetzagentur wird in einem Planfeststellungsverfahren den genauen Verlauf der Stromleitung innerhalb des Trassenkorridors bestimmen. Auch dies geschieht auf Antrag der Übertragungsnetzbetreiberin 50Hertz. In diesem Verfahren finden weitere umfassende Schritte zur Öffentlichkeitsbeteiligung statt.

Die Entscheidung ist veröffentlicht unter www.netzausbau.de/vorhaben13-m.

Sie wird darüber hinaus demnächst bei der Bundesnetzagentur (Zentrale Bonn, Außenstelle Leipzig und Standort Erfurt) sowie bei der Stadt Eisenberg öffentlich ausgelegt. Weitere Informationen zur Auslegung finden sich auch in den örtlichen Tageszeitungen sowie auf der Internetseite der Bundesnetzagentur.

Hintergrund

Das rund 100 km lange Vorhaben verbindet die Netzverknüpfungspunkte Pulgar in Sachsen und Vieselbach in Thüringen und orientiert sich an einer bereits bestehenden Stromleitung. Das Projekt besteht aus drei Abschnitten.

Durch einen überwiegenden Ersatzneubau der bestehenden Freileitung und die Verwendung von Hochstrom-Leiterseilen soll die Übertragungskapazität zwischen den Freistaaten Sachsen und Thüringen erhöht werden.

Nach Inbetriebnahme der neuen Leitung wird die bestehende 380-kV-Leitung, außer im Bereich der Umbeseilung, zurückgebaut. Die Inbetriebnahme der Stromleitung ist für Ende 2023 vorgesehen.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.netzausbau.de/vorhaben13.

Erklärende Filme zum Netzausbau finden Sie unter www.youtube.com/netzausbau.

Pressemitteilung (pdf / 35 KB)