Trassenkorridor für Stromleitung Ultranet vollständig festgelegt

Entscheidung über Abschnitt zwischen Weißenthurm und Riedstadt

Ausgabejahr 2022
Erscheinungsdatum 20.05.2022

Die Bundesnetzagentur hat die Bundesfachplanung für den Abschnitt D der Stromleitung Ultranet (Vorhaben 2 BBPlG) abgeschlossen. Die Entscheidung bezieht sich auf den Abschnitt zwischen Weißenthurm und Riedstadt.

In ihrer Entscheidung folgt die Bundesnetzagentur dem Vorschlag der Amprion GmbH und legt einen Korridor im Bereich einer Bestandsleitung fest. Im Verfahren prüfte die Behörde zahlreiche Alternativen, die während der Beteiligung der Behörden- und Öffentlichkeit eingegangen waren.

"Mit diesem Schritt beschleunigen wir den Netzausbau weiter und treiben die Energiewende voran," sagt, Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur. "Für drei Gleichstromleitungen steht damit ein Trassenkorridor fest."

Der rund 110 km lange Trassenkorridor beginnt im Kreis Mayen-Koblenz in der zu Weißenthurm gehörenden Gemeinde Kettig, verläuft dann rechtsrheinisch über den Taunus in Richtung Frankfurt und endet auf der Gemeindegrenze zwischen Groß-Gerau und Riedstadt.

Die Bundesfachplanungsentscheidung, Informationen zum Projekt und Kartenmaterial finden Sie unter www.netzausbau.de/vorhaben2-d.

Nächste Schritte

Nach Abschluss der Bundesfachplanung folgt das Planfeststellungsverfahren. Dort legt die Bundesnetzagentur den genauen Leitungsverlauf innerhalb des 1.000 Meter breiten Trassenkorridors und die technische Umsetzung der Stromleitung fest.

Hintergrundinformationen

Ultranet ist Teil des sogenannten Korridors A – einer neuen Gleichstromverbindung von Niedersachsen über Nordrhein-Westfalen bis nach Baden-Württemberg. Bei dem Freileitungsvorhaben Ultranet handelt es sich um den südlichen Teil des Korridors. Mit der Stromleitung wird in der Nordsee erzeugter Windstrom in den verbrauchsstarken Süden geleitet.

Das Projekt wird als Freileitung mit einer Kapazität von bis zu zwei Gigawatt realisiert. Die Inbetriebnahme ist für das Jahr 2027 geplant.

Erklärende Filme zum Netzausbau finden Sie auf dem YouTube-Kanal der Bundesnetzagentur unter www.youtube.com/netzausbau.

Pressemitteilung (pdf / 142 KB)