Fortschritt beim Netzausbau: Bundesnetzagentur genehmigt weiteren Abschnitt von Ultranet
Ausgabejahr 2025
Erscheinungsdatum 28.08.2025
Die Bundesnetzagentur hat heute das vorletzte Planfeststellungsverfahren für die geplante Höchstspannungsleitung von Osterath nach Philippsburg abgeschlossen. Mit diesem Beschluss erhält die Amprion GmbH als Übertragungsnetzbetreiber die Genehmigung für den Bau und den Betrieb der Stromleitung in diesem Abschnitt.
Abschnitt Rommerskirchen bis zur Landesgrenze Nordrhein-Westfalen/Rheinland-Pfalz
Die Bundesnetzagentur genehmigte den Abschnitt von Rommerskirchen bis zur Landesgrenze Nordrhein-Westfalen/Rheinland-Pfalz. Die Trasse beginnt in der Umspannanlage Rommerskirchen im Rhein-Erft-Kreis. Sie verläuft in süd-östlicher Richtung vorbei an Pulheim, Brauweiler, Frechen und durch Hürth. Dort knickt der Verlauf in südliche Richtung ab und passiert Brühl. Die Trasse führt vorbei an Wesseling, Sechtem und Bornheim. Auf Höhe Bornheim biegt sie in südliche Richtung nach Alfter ab. Sie verschwenkt bei Meckenheim in südöstliche Richtung und endet kurz vor der Ortschaft Grafschaft im Kreis Ahrweiler. Die rund 63 Kilometer lange Strecke verbindet die beiden bereits genehmigten Abschnitte C1 (Osterath – Rommerskirchen) und E2 (Landesgrenze NRW/RLP - Punkt Koblenz) des Vorhabens 2 (Osterath - Philippsburg) des Bundesbedarfsplangesetzes.
Der Planfeststellungsbeschluss wird ab heute auf der Internetseite der Bundesnetzagentur unter www.netzausbau.de/Vorhaben2-e1 veröffentlicht.
Die Bundesnetzagentur aktualisiert regelmäßig die Prognose zum Fortschritt des Stromnetzausbaus. Diese ist veröffentlicht unter: www.netzausbau.de/prognose.
Hintergrund zur Stromleitung
Die als Ultranet bezeichnete Stromleitung ist ein gemeinsames Projekt der Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW und Amprion. Die Stromleitung ist rund 340 Kilometer lang und reicht von Osterath in Nordrhein-Westfalen bis nach Philippsburg in Baden-Württemberg.
Ultranet soll weitestgehend auf bestehenden Leitungstrassen als Gleichstromverbindung gebaut werden. Die Leitung erhöht die Übertragungskapazität vom windstarken Norden Deutschlands in das verbrauchsstarke Baden-Württemberg. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2026 geplant.
Gemeinsam mit der sich nördlich anschließenden Stromleitung A-Nord bildet Ultranet den sogenannten Korridor A. Dieser verläuft von Emden nach Philippsburg.