Bundesnetzagentur startet Konsultation für Netzentwicklungsplan Gas und Wasserstoff 2025-2037/2045
Präsident Müller: „Der Netzentwicklungsplan Gas und Wasserstoff ist ein zentrales Instrument zur Sicherstellung einer zuverlässigen und zukunftsfähigen Energieversorgung in Deutschland.“
Ausgabejahr 2026
Erscheinungsdatum 15.06.2026
Die Bundesnetzagentur konsultiert ab heute den zweiten Entwurf des Netzentwicklungsplans Gas und Wasserstoff 2025-2037/2045. Diesen haben die Fernleitungsnetzbetreiber und die regulierten Wasserstofftransportnetzbetreiber erstellt und überarbeitet.
„Der verzögerte Markthochlauf von Wasserstoff ist eine Herausforderung. Dennoch ist der Ausbau eines Wasserstofftransportnetzes unverzichtbar für ein klimaneutrales Energiesystem
“, betont Klaus Müller. „Nur mit einer entsprechenden Infrastruktur können wir die notwendigen Mengen an Wasserstoff transportieren. So verbinden wir Angebot und Nachfrage. Der Netzbau für Wasserstoff muss daher weiter vorangetrieben werden, um die Grundlagen für eine Wasserstoffwirtschaft der Zukunft zu schaffen.“
Weiterentwicklung des Wasserstoff-Kernnetzes
Die Fernleitungsnetzbetreiber und die regulierten Wasserstofftransportnetzbetreiber haben der Bundesnetzagentur am 01. Juni 2026 den zweiten Entwurf des Netzentwicklungsplans Gas und Wasserstoff 2025-2037/2045 vorgelegt. Grundlage dafür bildet der genehmigte Szenariorahmen. Dieser zeigt eine Bandbreite möglicher Entwicklungen für den Wasserstoffhochlauf auf.
Der vorgelegte Ausbauvorschlag sieht bis zum Jahr 2037 ein Wasserstoffnetz mit 9.241 Kilometern Länge vor. Das entspricht grob dem genehmigten Kernnetz von 9.040 Kilometern. Die Gesamtkosten für die vorgeschlagenen Wasserstoffnetzmaßnahmen betragen 24,3 Milliarden Euro.
Ermittlung des Infrastrukturbedarfs für Erdgas
Der Ausbauvorschlag der Netzbetreiber sieht bis zum Jahr 2037 überwiegend Maßnahmen vor, die bereits im Netzentwicklungsplan Gas 2022-2032 bestätigt wurden. Im Zuge der Dekarbonisierung wird der Transportbedarf für Erdgas langfristig sinken. Nicht mehr benötigte Erdgasleitungen können dadurch für die Umstellung auf Wasserstoff genutzt werden. Im Rahmen der Umstrukturierung des Energiesystems können jedoch kurzfristig noch Maßnahmen für die Erdgasversorgung von Kraftwerken und Industrie erforderlich sein.
Die Gesamtkosten für die vorgeschlagenen Ausbaumaßnahmen für das Erdgasnetz betragen 2,9 Milliarden Euro. Die Leitungen sind rund 672 Kilometer lang.
Prüfung und Konsultation
Die Bundesnetzagentur prüft den zweiten Entwurf bevor sie den Netzentwicklungsplan bestätigt. Dafür berücksichtigt sie auch Stellungnahmen, die ihr im Rahmen der Konsultation eingereicht werden. Der Entwurf ist auf der Internetseite der Bundesnetzagentur veröffentlicht. Unter www.bundesnetzagentur.de/gasnetzentwicklung können Stellungnahmen bis zum 10. Juli 2026 eingereicht werden.
Im Rahmen der Konsultation findet am 25. Juni 2026 eine Online-Konsultationsveranstaltung statt. In dieser wird der zweite Entwurf des Netzentwicklungsplans Gas und Wasserstoff 2025-2037/2045 vorgestellt. Die Anmeldung ist ab sofort unter https://bundesnetzagentur.webex.com/weblink/register/r3cbfd27df8e4105c66c9013bef4388f5 möglich.