StromVKG - Ergebnisse der ersten Ausschreibung für Langzeitkapazitäten
Ausgabejahr 2026
Erscheinungsdatum 03.11.2026
Die Bundesnetzagentur hat heute die Zuschläge in der ersten Ausschreibung für Langzeitkapazitäten zum Gebotstermin 8. September 2026 bekannt gegeben.
„In der Ausschreibung gab es einen intensiven Wettbewerb der unterschiedlichen Technologien - also Kraftwerken und Stromspeichern. Dieser Wettbewerb hat zu vergleichsweise niedrigen Zuschlagswerten geführt. Die Ergebnisse der Ausschreibung sind ein wichtiger erster Schritt für die langfristige, kosteneffiziente Absicherung der Stromversorgung. Die regionale Verteilung der Zuschläge trägt zukünftig zu einem sicheren Netzbetrieb bei“,
sagt Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur. „In einem volatiler werdenden System müssen genug steuerbare Kapazitäten vorhanden sein, die in allen Situationen reagieren können. Wir erlangen jetzt die Sicherheit, dass diese auch wirklich gebaut werden. Die Bundesnetzagentur wird nun zügig die zweite Runde vorbereiten und alle Vorkehrungen treffen die für einen Start in einem Kapazitätsmarkt notwendig sind.“
Ergebnisse der Ausschreibung
Das Ausschreibungsvolumen betrug in dieser Runde 4.500 Megawatt reduzierte Leistung (rMW). Es wurden bis zum Gebotstermin 41 Gebote abgegeben, mit einem Gesamtgebotsvolumen von rund 11.958 rMW. Davon wurden sieben Gebote ausgeschlossen, da beispielsweise gesetzlich zwingend erforderliche Angaben nicht gemacht oder erforderliche Nachweise nicht erbracht wurden.
Die Bundesnetzagentur hat 11 Geboten Zuschläge mit einem Zuschlagsvolumen von insgesamt rund 5.160 rMW erteilt. Die Abweichung zu dem Ausschreibungsvolumen von 4.500 rMW ergibt sich daraus, dass das Gebot, welches das Ausschreibungsvolumen erstmals überschritt noch bezuschlagt wurde.
Das größte Zuschlagsvolumen ergibt sich für Gebote für Standorte in Nordrhein-Westfalen (rund 2.118 rMW, 3 Zuschläge), gefolgt von Standorten in Brandenburg (rund 1.819 rMW, 4 Zuschläge), Sachsen (rund 910 rMW, 2 Zuschläge), Bayern (rund 269 rMW, 1 Zuschlag) und Baden-Württemberg (rund 45 rMW, 1 Zuschlag).
Liste der Zuschläge
Der durchschnittliche mengengewichtete Zuschlagswert liegt mit 155.296 Euro je rMW pro Jahr deutlich unter dem Höchstpreis von 244.000 Euro.
Weitere Verfahrensschritte
Informationen zu den Ergebnissen der ersten Ausschreibung für Langzeitkapazitäten sind auf der Internetseite der Bundesnetzagentur unter www.bundesnetzagentur.de/1111198 veröffentlicht.
Die Bundesnetzagentur bereitet nun zügig die zweite Runde vor. Die Bekanntmachung des zweiten Gebotstermins für Langzeitkapazitäten erfolgt am 10. November 2026. Es werden alle Vorkehrungen getroffen, die für einen Start in einem Kapazitätsmarkt notwendig sind.