Volljurist*innen (m/w/d) für den Netzausbau / Standort Cottbus

Standort Cottbus
Bewerbungsfrist 18. Juli 2022

Cottbusser Skyline

Wir suchen für vielfältige Aufgaben Referent*innen (m/w/d) für den höheren Dienst als

Volljurist*innen (m/w/d)

vorrangig für die Abteilung 8 „Netzausbau“
an unserem neuen Standort Cottbus.

Leistungsfähige Infrastrukturen sind die Lebensadern einer modernen Gesellschaft und Wirtschaft. Sie sichern Deutschlands Zukunft.

Als unabhängige Regulierungsbehörde trägt die Bundesnetzagentur Verantwortung für nachhaltigen Wettbewerb, zukunftsfähige Netze und starken Verbraucherschutz. Wir beschäftigen mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Bonn, Mainz sowie an 44 weiteren Standorten.

In Cottbus errichten wir unter dem Leitmotiv „Netze sichern. Zukunft gestalten.“ aktuell einen neuen zentralen Standort mit spannenden und vielfältigen Aufgaben. Das bedeutet: ein weiterer Knotenpunkt für den Ausbau zukunftsfähiger und nachhaltiger Wirtschaft, insbesondere in den Bereichen Energie und Telekommunikation. Der neue Standort heißt aber auch, die Region zu stärken. Er gehört zu einer Initiative des Bundes, 5000 Behördenstellen in den Regionen zu schaffen, die vom Kohleausstieg betroffen sind. Strukturwandel heißt hier das Stichwort. Die Bundesnetzagentur trägt mit ihrem neuen Standort dazu bei, diesen Wandel in der Lausitz gelingen zu lassen.

Was macht die Abteilung Netzausbau?

Für das Gelingen der Energiewende muss das deutsche Stromübertragungsnetz ausgebaut und verstärkt werden. Der Gesetzgeber legt auf Basis eines Netzentwicklungsplans fest, von wo nach wo eine neue Stromleitung führen soll. Auf Vorschlag der Übertragungsnetzbetreiber entscheidet die Abteilung Netzausbau, wo und wie die Leitung zwischen diesen Punkten verläuft. Diese Entscheidung wird in gesetzlich festgelegten Verfahren und unter starker Beteiligung der verschiedenen Interessensgruppen getroffen. Mehr über unsere Arbeit erfahren Sie unter www.netzausbau.de.
In der Abteilung Netzausbau suchen wir personelle Unterstützung sowohl für die in Cottbus neu angesiedelten Zulassungsreferate (806-808) als auch für die Sonderstelle „Rechtsfragen“ (800):

Den Zulassungsreferaten in der Abteilung Netzausbau sind die einzelnen Leitungsvorhaben fest zugeordnet. Sie sind verantwortlich für die konkrete Durchführung von zwei aufeinanderfolgenden Verfahrensschritten: der Bundesfachplanung und der Planfeststellung. In der Bundesfachplanung wird ein Trassenkorridor festgelegt und am Ende der Planfeststellung steht eine Genehmigung für die Errichtung, den Betrieb oder die Änderung einer Höchstspannungsleitung.

Die Sonderstelle „Rechtsfragen“ ist in der Abteilung Netzausbau zuständig für die Bearbeitung allgemeiner Rechtsfragen und unterstützt die Zulassungsreferate sowie den Unterabteilungsleiter beratend in den Bundesfachplanungs- und Planfeststellungsverfahren. Als Querschnittsreferat erfolgt ein ständiger und intensiver Austausch mit den anderen Referaten der Abteilung. Eine weitere zentrale Aufgabe ist die Mitwirkung an Gesetzgebungs- bzw. Rechtssetzungsverfahren. Die Sonderstelle „Rechtsfragen“ führt für die Abteilung Netzausbau die Verfahren nach dem UIG und dem IFG sowie die Gebührenverfahren nach §§ 29, 30 NABEG.

Was sind Ihre Aufgaben?

In den Zulassungsreferaten:

  • Sie prüfen die Anträge auf Bundesfachplanung und Planfeststellung auf Vollständigkeit und inhaltliche Plausibilität
  • Sie nehmen an Abstimmungsgesprächen mit den Vorhabenträgern und anderen Verfahrensbeteiligten zu den Genehmigungsverfahren teil
  • Sie unterstützen die Referatsleitung bei der Planung, Organisation und Durchführung von Anhörungsterminen wie Antragskonferenzen und Erörterungsterminen
  • Sie fertigen Stellungnahmen zu allgemeinen und speziellen Rechtsfragen im Zusammenhang mit den Genehmigungsverfahren sowie Berichte in Bezug auf die geführten Verfahren an
  • Sie werten Einwendungen und Stellungnahmen nach §§ 9, 14 und 22 NABEG inhaltlich aus und bewerten diese insbesondere in juristischer Hinsicht
  • Sie erstellen Entscheidungs- und Beschlussentwürfe im Rahmen der Bundesfachplanung und der Planfeststellung
  • Sie wirken an referatsübergreifenden Abstimmungen zu grundsätzlichen methodischen und juristischen Fragestellungen im Zusammenhang mit den Genehmigungsverfahren mit
  • Sie unterstützen das Justiziariat bei der fachlichen Vorbereitung und Begleitung von Gerichtsverfahren

In der Sonderstelle „Rechtsfragen“:

  • Sie prüfen und bearbeiten vielfältige Rechtsfragen mit einem Bezug zu den Genehmigungsverfahren nach dem NABEG mit Schwerpunkten im Verfahrensrecht (NABEG, EnWG, VwVfG, UVPG) und im Umweltrecht (insbesondere Recht der Umweltprüfungen, Arten- und Gebietsschutzrecht, Wasserrecht, Naturschutzrechtliche Eingriffsregelung)
  • Sie begleiten Gesetzgebungsverfahren und führen Verfahren nach UIG/IFG

Wen suchen wir?

  • Sie haben durch die Einzelpunktwerte Ihrer beiden juristischen Staatsexamina einen Gesamtpunktwert von mindestens 13 erreicht; bei Nichterfüllen dieser Voraussetzung kommt eine Zulassung zum weiteren Verfahren nur dann in Betracht, wenn Sie durch Ihren Lebenslauf Zusatzqualifikationen bzw. -kenntnisse belegen können, die für die Wahrnehmung der o.g. Aufgaben förderlich sind (z.B. mehrjährige Berufserfahrung im Verwaltungsrecht, insbesondere Planungs- oder Umweltrecht)
  • Sie haben idealerweise Grundkenntnisse der Stromnetzausbauplanung oder praktische Erfahrungen in diesen oder anderen Bereichen der Infrastrukturplanung
  • Sie sind bereit, die Verfahren unter politisch, technisch und kommunikativ anspruchsvollen Rahmenbedingungen mitzugestalten
  • Sie verfügen über eine gute Auffassungsgabe, analytische Fähigkeiten sowie eine große Leistungsbereitschaft
  • Sie sind eine engagierte, zielstrebige und flexible Persönlichkeit, die auch unter Zeitdruck in schwierigen Situationen selbstständig und ergebnisorientiert arbeitet
  • Sie besitzen ein sicheres und verbindliches Auftreten sowie Durchsetzungs- und Verhandlungsgeschick
  • Sie sind im Team aufgeschlossen und kooperativ in der Zusammenarbeit mit unterschiedlichen interdisziplinären Akteur*innen
  • Sie haben eine gute schriftliche und mündliche Ausdrucksfähigkeit sowie gute englische Sprachkenntnisse
  • Sie sind bereit, bundesweite Dienstreisen wahrzunehmen

Was bieten wir?

  • eine verantwortungsvolle und abwechslungsreiche Tätigkeit an der Schnittstelle zwischen Politik, Wirtschaft und Verwaltung mit vielen Gestaltungsmöglichkeiten in einem hoch motivierten Team
  • eine sofortige Übernahme in das Beamtenverhältnis bei Vorliegen der beamtenrechtlichen Voraussetzungen; alternativ eine unbefristete Beschäftigung mit einer Eingruppierung nach Entgeltgruppe 13; bei mehrjähriger einschlägiger Berufserfahrung ist eine Eingruppierung bis Entgeltgruppe 14 TVöD möglich; die Übernahme in das Beamtenverhältnis wird angestrebt
  • eine Übernahme bis zur Besoldungsgruppe A 14 Bundesbesoldungsordnung, sofern Sie bereits verbeamtet sind
  • Aufstiegsmöglichkeiten bis zur Besoldungsgruppe A 15 Bundesbesoldungsordnung bzw. einer vergleichbaren Eingruppierung
  • vielfältige Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten
  • ein gutes Betriebsklima und kollegiales Miteinander
  • Jobticket mit Arbeitgeberzuschuss, gute Anbindungen an den ÖPNV sowie kostenfreie Parkmöglichkeiten
  • Umzugskostenvergütung nach den gesetzlichen Bestimmungen
  • Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Beruf und Familie Zertifikat 2015

Seit 2015 sind wir als besonders familienfreundlicher Arbeitgeber zertifiziert mit u.a. vielfältigsten Möglichkeiten in den Bereichen Arbeitszeit, Telearbeit und mobiles Arbeiten, Betreuungsmöglichkeiten für Kinder, diverse Gesundheitsmaßnahmen.

Bewerbungen von Frauen sind besonders erwünscht. Wir begrüßen ausdrücklich Bewerbungen von schwerbehinderten Menschen; sie werden bei gleicher Eignung im Rahmen der geltenden gesetzlichen Regelungen bevorzugt eingestellt.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Dann freuen wir uns über Ihre aussagekräftige und vollständige Bewerbung ausschließlich über das Online-Bewerbungsportal www.interamt.de zum Verfahren mit der Angebots-ID 817664. Passwort und Account erhalten Sie unter Angabe Ihrer E-Mail-Adresse. Bewerbungen per Post oder E-Mail werden im Verfahren nicht berücksichtigt.

Sofern Sie einen ausländischen Hochschulabschluss erlangt haben, fügen Sie bitte Ihren Bewerbungsunterlagen einen Nachweis über die Anerkennung des Abschlusses durch die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) der Kultusministerkonferenz bei.

Hinweis: Aufgrund der aktuellen Situation (Coronavirus-Pandemie) könnten Vorstellungsgespräche ggf. per Videotelefonie geführt werden.

Weitere Hinweise und Bewerbungstipps finden Sie hier.

Informationen zum TVöD erhalten Sie auf den Internetseiten des Bundesministeriums des Innern, www.bmi.bund.de