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Rufnummer mitnehmen

Wenn Sie Ihre Telefonnummer beim Wechsel des Anbieters beibehalten möchten, erhalten Sie auf dieser Seite dazu die wichtigsten Informationen.

Hier zunächst eine Übersicht der Themen:

Die Themen dieser Seite im Einzelnen:

Mitnahme der Telefonnummer (sogenannte Rufnummernportierung)

Nach dem Telekommunikationsgesetz haben Sie einen Anspruch darauf, Ihre Rufnummer bei einem Anbieterwechsel beizubehalten, wenn Ihr neuer Anbieter Ihnen die Mitnahme der Rufnummer in seinem Vertrag zugesichert hat. Der Vorgang bei dem Ihre Rufnummer zu dem anderen Anbieter umgeschaltet wird, wird allgemein als Rufnummernportierung bezeichnet.

1. Portierung im Festnetz

Bei einem Wechsel des Anbieters besteht ein Rechtsanspruch auf Beibehaltung der Rufnummer (allgemein als "Portierung" bezeichnet).

Ein "Wechsel des Anbieters" liegt vor, wenn der Endnutzer einen Vertrag mit einem neuen Anbieter des Telefondienstes abgeschlossen hat und die Vertragsbeziehung bezüglich des Telefondienstes mit dem bisherigen Anbieter beendet ist.

Bei einem Vertragswechsel (z.B. Tarifwechsel) ohne Wechsel des Anbieters besteht nach dem TKG hingegen kein Rechtsanspruch auf Beibehaltung der Rufnummer. Es steht somit im Ermessen des Anbieters, ob er die Beibehaltung ermöglicht.

Der Kunde muss die Portierung beim neuen Anbieter beauftragen. Der neue Anbieter stimmt dann die Portierung mit dem alten Anbieter ab. Bei der Portierung wird angestrebt, dass die Rufnummer beim neuen Anbieter möglichst noch am gleichen Tag angeschaltet wird.

Damit dieser Prozess reibungslos funktioniert, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Der Vertrag mit dem abgebenden Anbieter muss am Tag der Portierung beendet sein. Mit dem aufnehmenden Anbieter muss zum Tag der Portierung ein Vertrag geschlossen sein, der die Importierung der Rufnummer umfasst.
  • Bei Ortsnetzrufnummem sollte der aufnehmende Anbieter den Portierungsauftrag idealerweise mindestens 10 Arbeitstage vor dem Ende des Vertrages bei dem abgebenden Anbieter erteilt haben, um einen schnellstmöglichen Wechsel zu gewährleisten. Daher sollte der Kunde rechtzeitig den Portierungsantrag bei seinem neuen Anbieter stellen, damit dieser noch ausreichend Gelegenheit hat, den alten Anbieter fristgemäß zu kontaktieren.
  • Die Portierung ist nur möglich, wenn die Kundendaten beim alten und neuen Anbieter identisch verzeichnet sind. Kunden, die den Anbieter wechseln wollen, sollten deshalb vor der Kündigung Ihres Vertrages beim alten Anbieter ggf. ihre Daten aktualisieren lassen.

2. Portierung im Mobilfunknetz

Mobilfunkanbieter sind nach § 46 Abs. 4 Telekommunikationsgesetz (TKG) verpflichtet, den Wechsel zu einem anderen Anbieter unter Beibehaltung der Rufnummer zu ermöglichen. Das gilt auch für Prepaid-Verträge.

Der aufnehmende Mobilfunkanbieter ist im Übrigen nicht verpflichtet, jeden Kunden zu akzeptieren (kein Kontrahierungszwang).

2.1 Portierung vor Vertragsende

Nach § 46 Abs. 4 TKG kann nun der Teilnehmer jeder Zeit die Übertragung seiner zugeteilten Mobilfunkrufnummer verlangen. Eine Beendigung des bisherigen Vertrages ist für die Portierung der Mobilfunkrufnummer nicht mehr notwendig.

Zu beachten ist hierbei, dass bei einer vorzeitigen Portierung der Mobilfunkrufnummer der Vertrag mit dem bisherigen Anbieter davon unberührt bleibt und Sie deshalb weiter verpflichtet sind, die Entgelte dafür zu entrichten. Hierauf hat der neue Anbieter vor Vertragsschluss in Textform hinzuweisen.

Der bisherige Anbieter ist in diesem Fall verpflichtet, den Endnutzer zuvor über alle anfallenden Kosten aus seinem bisherigen Vertrag zu informieren und dem Endnutzer auf sein Verlangen eine neue Mobilfunkrufnummer zuzuteilen.

Die Portierung ist nur möglich, wenn folgende Kundendaten beim alten und neuen Anbieter identisch verzeichnet sind:

Kundendaten
Bei PrivatkundenBei Geschäftskunden
RufnummerRufnummer
NameName
GeburtsdatumKundennummer beim abgebenden Anbieter

Kunden, die den Anbieter wechseln wollen, sollten deshalb vor der Portierung der Mobilfunkrufnummer beim alten Anbieter ggf. ihre Daten aktualisieren lassen.

Auch der Prozess der vorzeitigen Portierung einer Mobilfunkrufnummer nimmt etwas Zeit in Anspruch (ca. 7 Arbeitstage). Erst danach kann der Endkunde seine Rufnummer bei seinem neuen Anbieter nutzen.

2.2 Portierung regulär nach Vertragsende

Der über den neuen (aufnehmenden) Anbieter einzureichende Portierungsauftrag muss spätestens am Tag der Beendigung des bisherigen Vertrags beim alten (abgebenden) Anbieter eingegangen sein – ansonsten ist es möglich, dass der abgebende Anbieter die Rufnummer nicht mehr überträgt. Die Anbieter ermöglichen jedoch in der Regel die Portierung noch bis zu 90 Tage nach Vertragsende (Kulanzpraxis während der sog. Karenzzeit).

Kosten für eine Rufnummernportierung

Die Mitnahme einer Rufnummer zu einem anderen Anbieter verursacht grundsätzlich Kosten. Erfahrungsgemäß berechnen die unterschiedlichen Anbieter für die Übertragung der Telefonnummer Beträge bis zu 29,95 .

Kontakt

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