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Bundesnetzagentur veröffentlicht Ergebnisse der zweiten Messkampagne

Homann: "Transparenzmaßnahmen zeigen erste Verbesserungen"

Ausgabejahr 2014
Erscheinungsdatum 06.06.2014

Die Bundesnetzagentur hat heute ihren Abschlussbericht über die Dienstequalität von Breitbandzugängen veröffentlicht. Der Bericht enthält die Ergebnisse einer bundesweiten Messkampagne, die im Auftrag der Bundesnetzagentur von Juli bis Dezember 2013 durchgeführt wurde.

"Wir erkennen an den aktuellen Ergebnissen, dass unsere bisherigen Transparenzmaßnahmen bereits für erste Verbesserungen gesorgt haben", erklärte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. "Zwar wird die in Aussicht gestellte 'bis zu'- Datenübertragungsrate weiterhin oft nicht erreicht, viele Werte haben sich aber leicht verbessert. So erreichen nun gut 75 Prozent der Nutzer mindestens die Hälfte der vereinbarten maximalen Datenübertragungsrate. Zuvor waren es knapp 70 Prozent."

Bei der Messkampagne konnten Verbraucherinnen und Verbraucher über die Internetseite "Initiative Netzqualität" kontrollieren, in welchem Umfang die von ihren Anbietern in Aussicht gestellte und die tatsächliche Datenübertragungsrate voneinander abweichen. Eine vergleichbare Studie hatte die Bundesnetzagentur bereits im April 2013 vorgelegt.

"Mit über 150.000 Endkundenmessungen war die Beteiligung der Nutzerinnen und Nutzer wieder erfreulich hoch", betonte Jochen Homann. "Dies und die Ergebnisse zeigen uns und der Branche, dass Transparenz für die Kunden sehr wichtig ist. Wir legen besonderen Wert darauf, dass Verbraucherinnen und Verbraucher vergleichbare und transparente Informationen erhalten. Die Schaffung von Transparenz bleibt deshalb eine dauerhafte Aufgabe für die Bundesnetzagentur."

Vor diesem Hintergrund plant die Bundesnetzagentur, parallel zum vorliegenden Entwurf einer Transparenzverordnung, ein ständig nutzbares Endkundenmesssystem einzuführen. Dieses soll sowohl für Fest- als auch für Mobilfunkanschlüsse nutzbar sein. Hierfür ist eine technologieoffene Ausschreibung vorgesehen. "Unser Ziel ist ein aussagekräftiges und belastbares Endkundenmesstool", so Homann.

Bei der Entwicklung dieses Messsystems sollen die Erfahrungen aus den beiden durchgeführten Messkampagnen sowie der intensiv mit der Branche geführte Dialog über die unterschiedlichen Messverfahren genutzt werden. So sollen Faktoren, die nicht vom Netzbetreiber kontrolliert werden, sondern durch Einrichtungen des Kunden beeinflusst werden, so weit wie möglich berücksichtigt werden. Bei der praktischen Umsetzung wird die Bundesnetzagentur auch den Dialog mit der Branche suchen.

Die Ergebnisse der Messstudie sind auf der Internetseite www.bundesnetzagentur.de/qualitaetsstudie veröffentlicht.

Pressemitteilung (pdf / 47 KB)