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Kraftwerksliste

In der Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur sind aufgeführt

  • Bestandskraftwerke in Deutschland mit einer elektrischen Netto-Nennleistung von mindestens 10 MW (Einzelnennung)
  • in das deutsche Netz einspeisende Kraftwerksleistungen aus Luxemburg, Österreich, Dänemark und der Schweiz
  • Erzeugungsanlagen kleiner 10 MW, die einen Zahlungsanspruch nach dem EEG haben (Summe nach Bundesland und Energieträger)
  • Erzeugungsanlagen kleiner 10 MW, die keinen Zahlungsanspruch nach dem EEG haben (nach Energieträger zusammengefasst)

Aktuelle Erzeugungsanlagen

Die Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur und die Veröffentlichung zum Zu- und Rückbau von Kraftwerken werden regelmäßig aktualisiert.

Installierte Netto-Nennleistung in Deutschland Installierte Netto-Nennleistung in Deutschland

Grafik Kraftwerke am Strommarkt Grafik Kraftwerke am Strommarkt (Stand 19.01.2021)

Grafik Kraftwerke außerhalb des Strommarkts Grafik Kraftwerke außerhalb des Strommarkts (Stand 19.01.2021)

Erzeugungsanlagen (Stand 19.01.2021)
Netto-Nennleistung gesamtdavon am Strommarktdavon Erneuerbare Energieträgerdavon mit Zahlungsanspruch nach dem EEG
(zum 30.06.2020)
229,2 GW214,1 GW127,7 GW120,2 GW

Datenquelle

Die einzelnen Kraftwerksdaten basieren auf den Monitoringerhebungen der Bundesnetzagentur. Unter Wahrung von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen werden wesentliche Kenndaten einzelner Kraftwerke veröffentlicht.

Die Daten zu den Anlagen mit Zahlungsanspruch nach dem EEG beruhen auch auf Meldungen der ÜNB zur EEG-Jahresabrechnung und dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur.

Zusammenfassende Auswertungen in der Kraftwerksliste

Neben der Liste mit Informationen zu Standort und Kenndaten der einzelnen Kraftwerke (u.a. Energieträger, Leistung, Netzbetreiber, Spannungsebene) enthält die Datei "Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur" folgende zusammenfassende Auswertungen nach:

  • Energieträgern, unterschieden in erneuerbare Energieträger und nicht erneuerbare Energieträger
  • Kraftwerksstatus (in Betrieb / vorläufig stillgelegt / saisonale Konservierung1/ Sicherheitsbereitschaft2 / gesetzlich an Stilllegung gehindert (Netzreserve)3 / Kohlestromvermarktungsverbot4 / Sonderfall5 / endgültig stillgelegt)
  • Bundesland je Energieträger
  • Jahren je Energieträger seit 2011

Zu- und Rückbau von Kraftwerken

Im Zuge des Monitoring erhebt die Bundesnetzagentur ebenfalls Daten zum erwarteten Zu- und Rückbau von Kraftwerken mit einer Netto-Nennleistung von mindestens 10 MW.

Grafik Erwarteter Zubau und Stilllegungen konventioneller Kraftwerke bis 2023 Grafik Erwarteter Zubau und Stilllegungen konventioneller Kraftwerke bis 2023 (Stand 19.01.2021)

Im Monitoring erhebt die Bundesnetzagentur ebenfalls Daten zum erwarteten Zu- und Rückbau von Kraftwerken mit einer Netto-Nennleistung von mindestens 10 MW.

Aufgrund ihrer Bedeutung für die Versorgungssicherheit veröffentlicht die Bundesnetzagentur dabei wesentliche Kenndaten von

  • im Probebetrieb und im Bau befindlichen Kraftwerken, die dargebotsunabhängig6 sind,
  • erwartete Stilllegungen von dargebotsunabhängigen Kraftwerken bis zum Jahr 2023 (geplante vorläufige und endgültige Stilllegungen, unterteilt nach Stilllegungen mit Stilllegungsanzeige und darüberhinausgehenden Meldungen aus dem Monitoring),
  • Kraftwerken, die zukünftig nicht mehr am Markt agieren, zu Zwecken der Versorgungssicherheit allerdings weiterhin verfügbar sind
  • Stilllegungen von Kraftwerken nach Ablauf der Braunkohle-Sicherheitsbereitschaft.
  • Stilllegungen von Braunkohleanlagen ab 150 MW gem. KVBG
  • Stilllegungen oder Umrüstungen von Steinkohleanlagen und Braunkohle-Kleinanlagen durch Ausschreibungen zur Reduzierung der Kohleverstromung nach dem KVBG
Dargebotsunabhängige Erzeugungskapazitäten (Stand 19.01.2021)
in Bau / im ProbebetriebErwartete Stilllegungen oder Umrüstungen durch Ausschreibungen zur Reduzierung der Kohleverstromung nach dem KVBG bis 2023
* Es ist zu beachten, dass die Werte Unsicherheiten unterliegen. Auf der einen Seite sind die Ausschreibungsvolumina der 3. und 4. Ausschreibungsrunden nach KVBG zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt und die genauen Stilllegungen von Kohlekraftwerkskapazitäten bis zum Jahr 2023 können daher in obenstehender Tabelle noch nicht genau beziffert werden. Die Gebotstermine für diese beiden Ausschreibungsrunden sind am 30. April bzw. 1. Oktober 2021. Die Kohleverfeuerungsverbote, die aus diesen Ausschreibungen bzw. den Zuschlägen resultieren, werden in den Jahren 2022 bzw. 2023 wirksam. Auf der anderen Seite bedeutet die Beendigung der Kohleverfeuerung in einer Anlage nicht zwingend, dass die Leistung der Anlage in vollem Umfang aus dem Markt geht, da die Anlagenbetreiber ihre Anlagen auf andere Energieträger umzurüsten können.
** Es ist möglich, dass der letzte Zuschlag das gesetzlich angestrebte Ausschreibungsvolumen deutlich überschreitet.
2,5 GWendgültige Stilllegungen mit StA
- 0,4 GW
Stilllegung von Kernkraftwerken- 8,1 GW
Stilllegung nach Ablauf der Braunkohle-Sicherheitsbereitschaft- 2,4 GW
Stilllegung von Braunkohleanlagen gem. KVBG - 2,5 GW
Anlagen mit Kohlestromvermarktungsverbot aus der 2. Ausschreibungsrunde gem. KVBG *mind. -1,5 GW**

Formale Stilllegungsanzeigen (StA) sind neben dem Verstreichen einer - in der Regel 12-monatigen - Wartefrist die Voraussetzung für eine Realisierung von Stilllegungsplanungen. (nach § 13b EnWG)

Gegenwärtig liegen Anzeigen für endgültige Stilllegungen in Höhe von 0,4 GW vor, deren Stilllegung entweder aus Gründen der Versorgungssicherheit nichts entgegensteht, über deren Systemrelevanz noch nicht entschieden wurde oder bei denen eine Ausweisung der Systemrelevanz nicht möglich ist.

Geplante Stilllegungen bis 2023

Über die formalen Stilllegungsanzeigen nach § 13b EnWG hinaus wurden der Bundesnetzagentur im Monitoring weitere geplante Stilllegungen von Kraftwerksblöcken mitgeteilt. Bis zum Jahr 2023 werden demnach voraussichtlich weitere 0,2 GW Kraftwerksleistung endgültig stillgelegt.

Es handelt sich dabei um folgende Kraftwerke mit einer Leistung von
EnergieträgerMW
Erdgas101
sonstige68

Erläuterungen

1 Unter saisonaler Konservierung werden Kraftwerke aufgeführt, die während des Sommerhalbjahres vorläufig stillgelegt und anschließend wieder in Betrieb genommen werden.

2 Gemäß § 13g EnWG werden einzelne Braunkohlekraftwerke ab dem 1. Oktober 2016 schrittweise in die sogenannte Sicherheitsbereitschaft überführt. Die Kraftwerksblöcke bleiben vier Jahre in der Sicherheitsbereitschaft. Während dieser Zeit ist diesen Anlagen eine Vermarktung von Strom außerhalb der Sicherheitsbereitschaft untersagt. Nach Ablauf der vier Jahre müssen die Anlagen endgültig stillgelegt werden. Eine Rückkehr in die Strommärkte ist nicht zulässig.

3 Gesetzlich an Stilllegung gehinderte Kraftwerke sind Kraftwerke, deren Stilllegung (vorrübergehend) untersagt wurde. Diese Kraftwerke werden nur auf Anforderung der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit betrieben.

4 Betreiber einer Steinkohleanlage oder einer Braunkohle-Kleinanlage mit einem Kohlestromvermarktungsverbot gemäß § 52 Abs. 2 KVBG dürfen die durch den Einsatz von Steinkohle in der Steinkohleanlage bzw. die durch den Einsatz von Braunkohle in der Braunkohle-Kleinanlage erzeugte Leistung oder Arbeit weder ganz noch teilweise auf den Strommärkten veräußern.

5 Sonderfälle sind Kraftwerke, die vorübergehend (z.B. Reparatur nach Schadensfall) nicht oder nur eingeschränkt in Betrieb sind.

6 dargebotsunabhängige Energieträger sind alle Energieträger mit Ausnahme der erneuerbaren Energieträger wie Lauf- und Speicherwasser, Photovoltaik und Wind.

Stand: 22.01.2021

Kontakt

Kraftwerksliste

Bundesnetzagentur, Tulpenfeld 4, 53113 Bonn

Tel.: 0228 14 - 6999

E-Mail: monitoring.energie@bnetza.de