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Kraft­werks­lis­te

In der Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur sind Bestandskraftwerke in Deutschland mit einer elektrischen Netto-Nennleistung von mindestens 10 MW einzeln aufgeführt. Weiterhin sind in das deutsche Netz einspeisende Kraftwerksleistungen aus Luxemburg, Schweiz und Österreich enthalten. Darüber hinaus sind in der Kraftwerksliste Erzeugungsanlagen kleiner 10 MW in Summe nach Bundesland und Energieträger aufgeführt, die einen Zahlungsanspruch nach dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) haben. Erzeugungsanlagen kleiner 10 MW, die keinen Zahlungsanspruch nach dem EEG haben, werden nach Energieträger zusammengefasst aufgeführt.

Aktuelle Erzeugungsanlagen

Die Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur und die Veröffentlichung zum Zu- und Rückbau von Kraftwerken werden regelmäßig aktualisiert.

Installierte Netto-Nennleistung in Deutschland Installierte Netto-Nennleistung in Deutschland

Grafik Kraftwerke am Strommarkt (Stand 02.02.2018) Grafik Kraftwerke am Strommarkt (Stand 02.02.2018)

Grafik Kraftwerke außerhalb des Strommarkts (Stand 02.02.2018) Grafik Kraftwerke außerhalb des Strommarkts (Stand 02.02.2018)

Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur - Stand: 02.02.2018 (xlsx / 753 KB)
Kraftwerksliste im CSV-Format (FileTypecsv / 394 KB)
Erzeugungsanlagen (Stand 02.02.2018)
Netto-Nennleistung gesamtdavon am Strommarktdavon Erneuerbare Energieträgerdavon mit Zahlungsanspruch nach dem EEG
(zum 31.12.2016)
207,9 GW197,5 GW104,5 GW99,7 GW

Datenquelle

Die einzelnen Kraftwerksdaten basieren auf den jährlichen Monitoringerhebungen der Bundesnetzagentur. Unter Wahrung von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen werden wesentliche Kenndaten einzelner Kraftwerke veröffentlicht.

Die Daten zu den Anlagen mit Zahlungsanspruch nach dem EEG beruhen auch auf

Zusammenfassende Auswertungen in der Kraftwerksliste

Neben der Einzeldatenliste mit Informationen zu Standort und Kenndaten der einzelnen Kraftwerke (u.a. Energieträger, Leistung, Spannungsebene) enthält die Kraftwerksliste folgende zusammenfassende Auswertungen nach:

  • Energieträgern, unterschieden in erneuerbare Energieträger und nicht erneuerbare Energieträger
  • Kraftwerksstatus1
  • Bundesland je Energieträger
  • Jahren je Energieträger, zum 31.12. der Jahre 2011-2016

Zu- und Rückbau von Kraftwerken

Im Zuge des Monitoring erhebt die Bundesnetzagentur ebenfalls Daten zum erwarteten Zu- und Rückbau von Kraftwerken mit einer Netto-Nennleistung von mindestens 10 MW.

Grafik Inbetriebnahmen und Stilllegungen (angezeigte endgültige und vorläufige Stilllegungen, Netzreserve und Braunkohle-Sicherheitsbereitschaft) von Kraftwerken (Stand 27.04.2018) Grafik Inbetriebnahmen und Stilllegungen (angezeigte endgültige und vorläufige Stilllegungen, Netzreserve und Braunkohle-Sicherheitsbereitschaft) von Kraftwerken (Stand 27.04.2018)

Grafik Inbetriebnahme und angezeigte endgültige Stilllegungen von Kraftwerken (Stand 27.04.2018) Grafik Inbetriebnahme und angezeigte endgültige Stilllegungen von Kraftwerken (Stand 27.04.2018)

Aufgrund ihrer besonderen Bedeutung für die Versorgungssicherheit veröffentlicht die Bundesnetzagentur dabei wesentliche Kenndaten von

  • dargebotsunabhängigen2 Kraftwerken, die im Probebetrieb und in Bau sind,
  • den erwarteten Stilllegungen von dargebotsunabhängigen Kraftwerken bis zum Jahr 2020 (geplante vorläufige und endgültige Stilllegungen, unterteilt nach Stilllegungen mit Stilllegungsanzeige und darüber hinausgehenden Meldungen aus dem Monitoring),
  • Kraftwerken, die zukünftig nicht mehr am Markt agieren, für die Versorgungssicherheit allerdings weiterhin verfügbar sind, und
  • Kraftwerken in der Braunkohle-Sicherheitsbereitschaft.

Neben der bundesweiten Darstellung der Zu- und Rückbauten wird ein Fokus auf die dargebotsunabhängigen Erzeugungskapazitäten in Süddeutschland gelegt, die für die Systemsicherheit in den Netzen besonders wichtig sind.

Dargebotsunabhängige Erzeugungskapazitäten (Stand 27.04.2018)
in Bau / im Probebetrieberwartete Stilllegungen bis 2020

2,3 GW

endgültige Stilllegungen mit StA
- 3,0 GW
Stilllegung von Kernkraftwerken- 1,4 GW
vorläufige Stilllegungen mit StA- 1,0 GW
Braunkohle-Sicherheitsbereitschaft- 1,8 GW

Formale Stilllegungsanzeigen (StA) sind neben dem Verstreichen einer - in der Regel 12-monatigen - Wartefrist die Voraussetzung für eine Realisierung von Stilllegungsplanungen. (nach § 13b EnWG)

Gegenwärtig liegen Anzeigen für endgültige Stilllegungen in Höhe von 3,0 GW vor, deren Stilllegung entweder aus Gründen der Versorgungssicherheit nichts entgegensteht, über deren Systemrelevanz noch nicht entschieden wurde oder bei denen eine Ausweisung der Systemrelevanz nicht möglich ist. Zusätzlich liegen Anzeigen für vorläufige Stilllegungen in Höhe von 1,0 GW vor.

Geplante Stilllegungen bis 2020

Der Bundesnetzagentur wurden im Monitoring über die formalen Stilllegungsanzeigen hinaus weitere geplante Stilllegungen von Kraftwerksblöcken mitgeteilt. Bis zum Jahr 2020 werden demnach voraussichtlich weitere 112 MW vorläufig oder endgültig stillgelegt.

Es handelt sich dabei um folgende Kraftwerke mit einer Leistung von
MW
Erdgas78
sonstige Energieträger34

Erläuterungen

1 Der Kraftwerksstatus wird untergliedert in:

  • in Betrieb
  • vorläufig stillgelegt
  • saisonale Konservierung - Hier werden Kraftwerke aufgeführt, die während des Sommerhalbjahres vorläufig stillgelegt und anschließend wieder in Betrieb genommen werden.
  • Sicherheitsbereitschaft
    Gemäß § 13g EnWG werden einzelne Braunkohlekraftwerke ab dem 1. Oktober 2016 schrittweise in die sogenannte Sicherheitsbereitschaft überführt. Die Kraftwerksblöcke bleiben vier Jahre in der Sicherheitsbereitschaft. Während dieser Zeit ist diesen Anlagen eine Vermarktung von Strom außerhalb der Sicherheitsbereitschaft untersagt. Nach Ablauf der vier Jahre müssen die Anlagen endgültig stillgelegt werden. Eine Rückkehr in den Strommarkt ist nicht zulässig.
  • Netzreserve - Dies sind Kraftwerke, deren Stilllegung - vorrübergehend - untersagt wurde. Diese Kraftwerke werden nur auf Anforderung der ÜNB zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit betrieben.
  • Sonderfälle - Kraftwerke, die vorübergehend - z.B. wegen Reparatur nach Schadensfall - nicht oder nur eingeschränkt in Betrieb sind.
  • endgültig stillgelegt

2 dargebotsunabhängige Energieträger sind alle Energieträger mit Ausnahme der erneuerbaren Energieträger wie Lauf- und Speicherwasser, Photovoltaik und Wind.

Stand: 27.04.2018