Ak­tu­el­le La­ge der Gas­ver­sor­gung in Deutsch­land

Die Bundesnetzagentur veröffentlicht in ihrem Lagebericht eine Einschätzung zur Gasversorgung. Außerdem stellt sie die wichtigsten Daten zu Lastflüssen, Speicherfüllständen, Gasverbrauch und Preisentwicklung als interaktive Grafiken zu Verfügung.

Aktuelle Lagebewertung vom 28. September 2026

  • Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) hat die seit dem 23. Juni 2022 geltende Alarmstufe des Notfallplans Gas in Deutschland aufgehoben. Seit dem 1. Juli 2025 gilt die Frühwarnstufe.
  • Die Gasimporte sind stabil. Über Pipelines wurden vom 20.09.26-26.09.26 insgesamt 15,2 TWh importiert. Über die deutschen LNG-Terminals sind im selben Zeitraum 1,8 TWh importiert worden. Dies entspricht einer durchschnittlichen Auslastung von 38,9 %.
  • Die Füllstände der Speicher in Deutschland liegen derzeit 57,4 % (142 TWh). Sie sind deutlich niedriger als in den Vergleichszeiträumen vergangener Jahre. Die Bundesnetzagentur nimmt diese Entwicklung sehr ernst. Die täglichen Einspeicherungen der letzten Tage sind zum Teil weiterhin recht niedrig. Sie sind das Ergebnis der Absicherungsstrategien der Gashändler und für die sichere Gasversorgung nicht kritisch. Es ist für die sichere Gasversorgung auch nicht zwingend, dass die Füllstandsziele zum November erreicht werden. Für die Versorgungssicherheit entscheidend ist ein Zusammenspiel von Pipelineimporten, Speichern, LNG-Importen, Infrastruktur und Nachfrage.
  • Die Wintervorsorge und Befüllung der Speicher sind grundsätzlich eine Aufgabe der Gashändler. Sie haben Lieferverpflichtungen gegenüber Stadtwerken, Versorgern, Industrie und anderen Kunden und müssen sich ausreichend absichern. Dabei greifen sie auf Pipelineimporte, LNG-Importe und eingespeicherte Mengen zurück und nehmen eine preisliche Optimierung ihrer Beschaffung vor. Auf dem Weltmarkt ist ausreichend Gas verfügbar, und es sind ausreichend Importmöglichkeiten vorhanden.
  • Die Bundesnetzagentur beobachtet aufmerksam die Entwicklungen im Nahen Osten. Die Preiseffekte auf den Weltmärkten wirken sich auch auf die europäischen Großhandelspreise aus. Ob und in welchem Ausmaß diese Preise bei den Kunden ankommen, ist von der Länge des Konfliktes, der Beschaffungsstrategie der Lieferanten sowie den vertraglichen Regelungen abhängig.
  • Die Gasversorgung in Deutschland ist stabil. Die Versorgungssicherheit ist gewährleistet. Die Bundesnetzagentur schätzt die Gefahr einer angespannten Gasversorgung nach aktuellem Erkenntnisstand weiterhin als gering ein. Die Bundesnetzagentur beobachtet die Lage fortlaufend. Ein sparsamer Umgang mit Gas bleibt angesichts des weiterhin erhöhten Preisniveaus für Haushaltskunden sinnvoll. Ein vergleichsweise niedriger Speicherfüllstand am Ende des Winters ist wahrscheinlich.

Tägliche Daten

Gasflüsse

Gasimporte in GWh/Tag

Gasexporte in GWh/Tag

Auslastung LNG-Terminals in Prozent

Speicherfüllstände Gas

Verlauf der Speicherfüllstände in Prozent

Tägliche Veränderung der Gasspeicherfüllstände in Prozentpunkten

Gasverbrauch Industrie

Gasverbrauch Industriekunden, wöchentliche Veränderungen

Gasverbrauch Industriekunden, monatlicher Mittelwert

Gasverbrauch Industriekunden, wöchentlicher Mittelwert

Gasverbrauch Haushalte und Gewerbe

Gasverbrauch Haushalts- und Gewerbekunden, wöchentliche Veränderungen

Gasverbrauch Haushalts- und Gewerbekunden, monatlicher Mittelwert

Gasverbrauch Haushalts- und Gewerbekunden, wöchentlicher Mittelwert

Gasverbrauch Gesamt in Deutschland

Wöchentliche Veränderung des Gesamtgasverbrauchs

Gasverbrauch in Deutschland, monatlicher Mittelwert

Gasverbrauch in Deutschland, wöchentlicher Mittelwert

Temperaturen

Temperatur in °C, monatlicher Mittelwert

Temperatur in °C, wöchentlicher Mittelwert

Gaspreise

Gaspreise Großhandel in EUR/MWh

Gasförderung

Gasförderung in Deutschland in GWh/Tag

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